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Informationen über Ecuador


Allgemeine Angaben 
  
Fläche: 272 045 km² ; davon Archipiélago de Colón (Galápagos-Inseln) 7844km²  
Einwohner in Tausend:  14,4 Mio Einw.  (INEC 2010)
Einwohner je km²: 55,4
Bevölkerungsverteilung: 77,4% Mestizen,  10,5% Weiße,  6,8% Indigene, 5,0% Afroecuadorianier (INEC 2010; Anmerkung: die Angaben sich Selbstidentifikation, d.h. viele Indigene identifizieren sich in Folge der Landflucht als Mestizen nicht mehr mit ihrer indigenen Kultur)
Amtssprache: Spanisch, Kichwa, Shuar
Religion: 72,3% Katholiken 
Hauptstadt: Quito 1,4 Mio Einw. 
Staatsform: präsidiale Republik 

Soziale Werte 
  
Anteil der städtischen Bevölkerung: 65 % 
Anteil der Bevölkerung unter der Armutsgrenze: 33,1 % 
Zugang zu Trinkwasser und Elektrizität: 49 % der Bevölkerung 
Analphabeten: 6,8 %  (der Bevölkerung über 15 Jahre)
Lebenserwartung: 75,3 Jahre  (Weltentwicklungsindikatoren,
Weltbank 2009)

Kindersterblichkeit: 2,4 % (Weltentwicklungsindikatoren,
Weltbank 2009)

Was ist los in Ecuador?

von Kristin Rößler, Januar 2013
Für Februar sind in Ecuador Präsidentschaftswahlen angesetzt. Langsam wird dies auch im Alltag präsent: Häuserwände werden in den Farben der Parteien und mit den Namen derer Kandidaten bemalt, mit bunten Fahnen an den Fenstern drückt man seine politische Meinung aus und Autokorsos mit Lautsprechern rollen durch die Innenstädte. Schon im Vorhinein gibt es Turbulenzen: Um als politische Bewegung oder Partei für die Wahl zugelassen zu werden, mussten schon im Sommer 2012 Unterschriften von unterstützenden Bürgern eingereicht werden. Darunter befanden sich wohl zahlreiche Fälschungen.
Ansonsten herrscht ein munteres Treiben, wer mit wem Koalitionen bilden wird. Trotzdem ist es sehr wahrscheinlich, dass der amtierende Präsident Rafael Correa wiedergewählt wird. Neben allen Verbesserungen und in seiner Regierungsperiode angeregten Prozessen in Bildung, Sozialwesen und Infrastruktur steht er dennoch in Bezug auf Meinungsfreiheit im Kreuzfeuer. Allerdings nicht bei allen – in Argentinien erhielt er kürzlich einen Preis für seine Verdienste um Meinungsfreiheit.
Auch in anderen Bereichen geht es heiß her in Ecuador – der Vulkan Tungurahua, der schon im August aktiv war, speit wieder Lava und stößt Asche aus.

Vulkan Tungurahua

Im August sorgte die verstärkte Aktivität des Vulkans Tungurahua für Aufsehen in Ecuador und darüber hinaus. Hier in Pujili konnten wir die Eruptionen beobachten und das Grummeln hören; aber wir sind weit außerhalb der Gefahrenzone. Einige Dörfer am Berg selbst wurden evakuiert und der Ascheregen nötigte einige Bauern in der Gegend zu Noternten. Inzwischen hat sich der Vulkan weitestgehend wieder beruhigt und trägt auch schon wieder eine Schneekuppe.
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